Rahmenbekanntmachung zum Förderschwerpunkt: „Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung“

Das Geschlecht ist eine von mehreren Determinanten der Gesundheit von Menschen. Dies betrifft die biologische und die soziale Dimension von Geschlecht gleichermaßen, die im internationalen Sprachgebrauch meist mit den Begriffen sex bzw. gender bezeichnet werden.

Das Geschlecht ist eine von mehreren Determinanten der Gesundheit von Menschen. Dies betrifft die biologische und die soziale Dimension von Geschlecht gleichermaßen, die im internationalen Sprachgebrauch meist mit den Begriffen sex bzw. gender bezeichnet werden. Geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich beispielsweise in der Lebenserwartung, der Sterblichkeit, der Erkrankungs-häufigkeit, der Krankheitslast, der Selbsteinschätzung des allgemeinen Gesundheitszustands oder der gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Neben biologischen Ursachen können für diese Unterschiede verhaltens- ebenso wie verhältnisbezogene Gründe identifiziert werden. Beispiele finden sich in der Risikowahrnehmung, der gesundheits¬bezogenen Kommunikation, der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperbild, der Gesundheitskompetenz, Geschlechterrollen, der Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten, aber auch in Bezug auf den sozialen Status oder die Arbeits- und Lebensbedingungen.

Mit dem Präventionsgesetz wurde mit dem neuen § 2b SGB V der Blick auf geschlechtsspezifische Ansatzpunkte in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung gelenkt. Um die durch das Präventionsgesetz angestoßenen Entwicklungen zu befördern, bedarf es weiterer Forschungsaktivitäten. Das Bundesministerium für Gesundheit beabsichtigt daher, im Rahmen des Förderschwerpunkts „Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung“ Forschungsvorhaben zu fördern, deren Ergebnisse dazu beitragen sollen, geschlechtsbedingte gesundheitliche Ungleichheiten zu reduzieren und die Qualität von Angeboten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung zu verbessern.

Der Förderschwerpunkt gliedert sich in drei Module, zu denen in separaten Förderaufrufen Vorhabenbeschreibungen entgegengenommen werden. Diese Förderaufrufe sollen in einem Abstand von ca. 5 Monaten zueinander veröffentlicht werden. Es ist geplant, zu einem späteren Zeitpunkt ein Begleitforschungsvorhaben zu initiieren. Dieses soll einen Beitrag dazu leisten, übergeordnete Fragestellungen zu bearbeiten und dafür u.a. die Vernetzung der geförderten Forschungsprojekte und das Lernen voneinander unterstützen.

Die vorliegende Rahmenbekanntmachung dient einer übergreifenden Orientierung zum Aufbau des Förderschwerpunkts. Spezifische Angaben zu den Modulen sind den jeweiligen Förderaufrufen zu entnehmen.

Bekanntmachung

Rahmenbekanntmachung zum Förderschwerpunkt: „Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung“ (PDF)

Module

Modul 1: Studien zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung (nicht-interventionelle Studien) - Einreichungen vom 19.12.2018 - 28.02.2019