Evaluation der Einführung der medikamentösen Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung

Gegenstand der Förderung ist die Evaluation der Einführung der PrEP als Leistung der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherungen.

Die Strategie bis 2030 des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zielt auf die Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell übertragbarer Infektionen.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wurde zudem ein neuer Leistungsanspruch der gesetzlich Krankenversicherten eingeführt. Er umfasst für Versicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko die Beratung, erforderliche Untersuchungen und die Versorgung mit Arzneimitteln bei Präexpositionsprophylaxe (PrEP).

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant die Einführung der PrEP als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung im Rahmen eines Forschungsvorhabens zu begleiten und die Wirkungen der ärztlichen Verordnungen der PrEP auf das Infektionsgeschehen empirisch zu erheben.

Ziel der Förderung

Gegenstand der Förderung ist die Evaluation der Einführung der PrEP als Leistung der Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherungen. Erfasst werden sollen nach allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards die Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen (HIV und andere relevante sexuell übertragbarer Infektionen/STI).

Bis Ende 2020 sollen insbesondere Daten zu den HIV-Neuinfektionen und die Anzahl der Verordnungen der PrEP analysiert werden, um Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der getroffenen Regelung ziehen zu können. Dabei soll untersucht werden, inwieweit es Gruppen mit substantiellem HIV-Infektionsrisiko neben den derzeit Anspruchsberechtigten gibt. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob und welchen Einfluss die Präexpositionsprophylaxe auf die Verbreitung anderer, relevanter sexuell übertragbarer Infektionen (STI) hat und inwiefern Resistenzen von HIV gegen den bei der Prophylaxe eingesetzten Wirkstoff auftreten.

Zusätzlich soll in den Blick genommen werden, ob weitere Personengruppen, wie z.B. Mitarbeitende im Gesundheitswesen, von einer Prophylaxe profitieren können.

Die Bekanntmachung „Evaluation der Einführung der medikamentösen Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung“ wurde am 07.05.2019 veröffentlicht. Projektskizzen können bis zum 01.07.2019, 12:00 Uhr über das Internet-Portal eingereicht werden.

Vollständiger Bekanntmachungstext

Nähere Informationen zu der Bekanntmachung finden Sie unter dem folgenden Link: „Evaluation der Einführung der medikamentösen Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung" (PDF)

Einreichung von Vorhabenbeschreibungen

Detaillierte Informationen zum zweistufigen Einreichungsverfahren sind dem Bekanntmachungstext zu entnehmen.
Die Einreichung von Vorhabenbeschreibungen erfolgt elektronisch über das Internet-Portal.

Einreichungsfrist für die Einreichungen von Vorhabenbeschreibungen:
07.05.2019 - 01.07.2019 um 12:00 Uhr

WEITERE INFORMATIONEN

•    Leitfaden für die Einreichung von Vorhabenbeschreibungen (PDF)
•    Checkliste Gender Mainstreaming in FuE-Vorhaben (PDF)
•    Vorlage Vorhabenbeschreibung (DOCX)
•    Vorlage Zeit- und Arbeitsplan (DOCX)