Praxisvorhaben zur Einbeziehung von Familien als Zielgruppe in Maßnahmen der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

Laut dem Robert Koch Institut sind rund 15 % der 3- bis 17-Jährigen in Deutschland übergewichtig oder adipös. Es besteht eine Assoziation zwischen Übergewicht, insbesondere Adipositas, und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, motorischen Defiziten, Gelenkverschleiß und weiteren gesundheitlichen Einschränkungen.

Hinzu kommt, dass mit stärkerem Übergewicht bei Kindern das Risiko steigt, dass sie auch als Erwachsene übergewichtig oder adipös werden bzw. bleiben. Aus diesen Gründen haben Gesundheitsförderung und Prävention im Kindesalter eine große Bedeutung zur Vermeidung von Übergewicht. Rechtzeitig eingesetzt, können entsprechende Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesundheit von Kindern leisten und damit auch eine Grundlage für ein gesünderes Leben als Erwachsene schaffen.

In der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen kommt Familien eine Schlüsselrolle zu. Denn Familienmitglieder beeinflussen bewusst oder unbewusst das Gesundheitsverhalten von Kindern, z. B. das Bewegungs- oder Ernährungsverhalten. Daher bilden Familien eine zentrale Zielgruppe von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht bei Heranwachsenden. Sie sollten in allen Phasen der Konzeption, Erprobung und regelhaften Durchführung solcher Maßnahmen einbezogen werden, da dies die Aussichten auf einen nachhaltigen Erfolg deutlich verbessert.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat das Ziel, im Rahmen eines thematischen Schwerpunkts die Einbeziehung von Familien in der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Als erste Komponente des thematischen Schwerpunkts wurde am 06.09.2018 die Förderbekanntmachung „Praxisorientierte Aufbereitung des Forschungsstandes zur Einbeziehung von Familien als Zielgruppe in der Prävention von Kinderübergewicht“ veröffentlicht.

Die Förderbekanntmachung „Praxisvorhaben zur Einbeziehung von Familien als Zielgruppe in Maßnahmen der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen“ ist Teil 2 des thematischen Schwerpunkts „Familien als Zielgruppe in der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen“. Die hier geförderten Vorhaben sollen Maßnahmen zur Einbeziehung und Erreichung von Familien in der Prävention von Übergewicht konzipieren, erproben und nachhaltig in den Strukturen der geförderten Organisationen implementieren. Hiermit soll erreicht werden, dass die Perspektiven und damit die Bedürfnisse und Lebensbedingungen von Familien besser beachtet werden. Dazu gehört u. a., dass  die Heterogenität von Familienkonstellationen zu berücksichtigen ist.

Alle Praxisvorhaben sollen in Bezug auf die Zielerreichung evaluiert werden. Die Evaluation ist ebenfalls Bestandteil des thematischen Schwerpunkts und damit Gegenstand dieser Förderbekanntmachung.

Vollständiger Bekanntmachungstext

Nähere Informationen zu der Bekanntmachung finden Sie unter dem folgenden Link: „Praxisvorhaben zur Einbeziehung von Familien als Zielgruppe in Maßnahmen der Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen" (PDF)

Einreichung von Vorhabenbeschreibungen

Detaillierte Informationen zum zweistufigen Einreichungsverfahren sind dem Bekanntmachungstext zu entnehmen.
Die Einreichung von Vorhabenbeschreibungen erfolgt elektronisch über das Internet-Portal.

Einreichungsfrist für die Einreichungen von Vorhabenbeschreibungen:
15.05.2019 - 27.06.2019 um 12:00 Uhr

WEITERE INFORMATIONEN

•    Leitfaden für die Einreichung von Vorhabenbeschreibungen (PDF)
•    Checkliste Gender Mainstreaming in FuE-Vorhaben (PDF)
•    Vorlage Vorhabenbeschreibung (DOCX)
•    Vorlage Zeit- und Arbeitsplan (DOCX)