Studien zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung (nicht-interventionelle Studien)

Modul 1 der Rahmenbekanntmachung "Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung“

Am 19.12.2018 veröffentlichte das Bundesministerium für Gesundheit eine Rahmenbekanntmachung zum Förderschwerpunkt „Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung“.

Die hier veröffentlichte Bekanntmachung beschreibt Modul 1 dieses Förderschwerpunkts.

Das Geschlecht – sowohl in seiner biologischen als auch seiner sozialen Dimension – ist eine von mehreren Determinanten der Gesundheit von Menschen. Geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich beispielsweise in der Lebenserwartung, der Sterblichkeit, der Erkrankungshäufigkeit, der Krankheitslast, im gesundheitsrelevanten Verhalten, der Selbsteinschätzung des allgemeinen Gesundheitszustands, der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, bei der Inanspruchnahme von Versorgungs- und Präventionsangeboten, in der Wahrnehmung und Kommunikation von und im Umgang mit Symptomen oder auch in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperbild. Gründe für diese Unterschiede können neben biologischen Faktoren im Gesundheitsverhalten von Menschen und in den Lebensverhältnissen liegen.

Mit dem Präventionsgesetz wurde mit dem neuen § 2b SGB V der Blick auf geschlechtsspezifische Ansatzpunkte in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung gelenkt. Damit Maßnahmen zur Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung geschlechtsspezifisch ausgestaltet werden können, um eine möglichst große Wirkung zu entfalten, sind Erkenntnisse über geschlechtsbezogene Besonderheiten notwendig. Hilfreich wären überdies auch validierte Methoden und Instrumente zur geschlechtssensiblen Forschung, deren Ergebnisse in die Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung einfließen sollen.

Das Bundesministerium für Gesundheit beabsichtigt im Rahmen dieses Moduls nicht-interventionelle Studien zu fördern, durch die Erkenntnisse über Besonderheiten und Entwicklungsbedarfe in der geschlechts¬spezifischen Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung gewonnen sowie Methoden und Instrumente zur geschlechtssensiblen Forschung validiert werden können. Das Wissen über notwendige Differenzierungen soll durch die geförderten Projekte erweitert und ein besseres Verständnis von Auswirkungen des Geschlechts auf die Gesundheit von Menschen beeinflussen, erreicht werden.

Die Bekanntmachung „Studien zu geschlechtsspezifischen Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung (nicht-interventionelle Studien)“ (PDF) wurde am 19.12.2018 veröffentlicht. Ihre Projektskizzen können Sie bis zum 28.02.2019, 12.00 Uhr über das Online-Tool einreichen.

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