Gutachten kieferorthopädische Behandlungsarten

Erstellung eines systematischen Überblicks und Bewertung des aktuellen medizinischen Wissensstandes über die langfristigen Auswirkungen der am häufigsten eingesetzten kieferorthopädischen Behandlungsarten auf die Mundgesundheit sowie eine Darstellung des weiteren Forschungsbedarfs zur Feststellung der Evidenz und des Nutzens kieferorthopädischer Behandlungen.

Kieferorthopädische Maßnahmen sind häufig durchgeführte zahnmedizinische Interventionen. Wie bei allen Interventionen in der medizinischen Versorgung stellt sich die Frage, in welcher Weise es wissenschaftliche Belege (Evidenzen) für die Wirksamkeit und den langfristigen Nutzen dieser Maßnahmen gibt. Angesichts der Kombination von hoher Anwendungshäufigkeit mit den damit verbundenen beträchtlichen finanziellen Aufwendungen ist die wissenschaftliche Absicherung von kieferorthopädischen Maßnahmen von besonderer Bedeutung.

Es fehlt bislang an einer zusammenfassenden Darstellung und evidenzorientierten Einschätzung

  • des wissenschaftlich-medizinischen Sachstands über die langfristigen Auswirkungen der wichtigsten kieferorthopädischen Behandlungsarten auf die
    Mundgesundheit,
  • der dafür eingesetzten Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und der Selbstzahlerleistungen,
  • eventueller weiterer Forschungsbedarfe und des voraussichtlichen Zeithorizonts für weitere Studien, um die Evidenz und den Nutzen kieferorthopädischer
    Behandlungen festzustellen.

Der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aufgefordert, ein wissenschaftliches Institut mit einem Gutachten zu diesen Aspekten zu beauftragen. Die Ergebnisse des Gutachtens bilden die Grundlage, um die kieferorthopädische Versorgungslage,
Behandlungsnotwendigkeiten und –ziele sowie Qualitätsindikatoren und –kontrollen auswerten zu lassen bzw. zu entwickeln.

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